Deutschland und Israel feiern 60 Jahre diplomatische Beziehungen. Für Meron Mendel, den Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, fühlt sich der Zeitpunkt falsch an. Deutschland solle seine Außenpolitik wegen des Gaza-Krieges überdenken, fordert er.
Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen
Redaktioneller Hinweis:
Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!
Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen
Redaktioneller Hinweis:
Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!
Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann laden Sie als erfahrene politische Bildende zu einem Gespräch ein. Durch ihre palästinensischen und jüdisch-israelischen Bezüge und Perspektiven wollen Sie den Blick auf den Nahostkrieg erweitern. Die beiden fragen:
Was hat sich für Sie seit dem 7. Oktober verändert? Was macht der Krieg in Gaza und im Libanon mit Ihnen? Können wir überhaupt noch von Glaubenskriegen sprechen? Was beschäftigt Sie? Welchen Umgang wünschen Sie sich mit Israel und Palästina in Deutschland?
Diese Veranstaltung basiert auf dem „Trialog“-Projekt [Dialog der Drei]. Das ist ein multiperspektivisches Gesprächsformat über den Nahostkonflikt, das von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann initiiert wurde. Ausgehend vom Beginn des Krieges in Israel und in Gaza am 7. Oktober 2023 und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Folgen widmet sich das Projekt der großen Herausforderung, das Thema im Raum Schule besprechbar zu machen.
Das Ziel der „Trialoge“ ist, gemeinsam mit jungen Menschen einen Ort des gegenseitigen Zuhörens, der Verständigung, des Aushaltens und des Wachsens zu schaffen. Emotionales Erleben in allen seinen Facetten einen Raum zu geben. Es geht darum, den enormen emotionalen Herausforderungen der Schülerinnen und Schüler, die der Konflikt mit sich gebracht hat, zu kanalisieren, sie zu verstehen und dadurch auch den Prozeß des Verarbeitens und des Heilens anzuregen. Gleichzeitig soll dem großen Unwissen über die verschiedenen Grautöne und den zunehmenden menschenfeindlichen Vorurteilen und den zahlreichen Verschwörungstheorien im Zusammenhang des Nahostkonfliktes entgegengewirkt werden.
Josep Borrell, ehedem Minister in Spanien, Präsident des Europäischen Parlaments, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsident der Europäischen Kommission, reflektiert auf dem Portal http://www.ipg-journal.de über die Politik der EU mit Blick auf Gaza und auf Israel.
Unter anderem schreibt er:
“ (…) Bei einigen europäischen Ländern hat die historische Schuld am Holocaust sich offenbar in eine „Staatsräson“ verwandelt, die als Begründung für die bedingungslose Unterstützung Israels dient und die Gefahr in sich birgt, dass die EU sich zur Komplizin bei den Verbrechen gegen die Menschlichkeit macht. Ein Gräuel kann nicht als Rechtfertigung für andere Gräuel dienen. Wenn die Werte, welche die EU für sich in Anspruch nimmt, nicht vollends unglaubwürdig werden sollen, kann der Staatenverbund nicht länger passiv zuschauen, wie in Gaza das Grauen weiter um sich greift und das Westjordanland zu einem zweiten Gazastreifen wird. (…)“
Auf der Seite von 972mag reflektiert Fadi Shabita über eine alte Frage, die nichts an Aktualität und auch nichts an Sprengkraft verloren hat: Kann es einen gemeinsamen Kampf von Israelis und Palästinenser.innen (nur?) geben – wenn die Basis echte Gleichheit und Gerechtigkeit ist? Und wie sähe / sieht das dann aus?
„We’re coming together, louder and broader than ever before. On May 8–9, thousands of Palestinians and Jews from across the country will gather in Jerusalem for the It’s Time Conference — a powerful act of collective vision in the face of violence and fear. Organized by over 60 civil society groups, this summit will bring together those who believe that freedom, dignity, and safety are rights for all.“ (Aus dem Mailing von Standing together) | Konferenzlink
Auch in Deutschland wächst die Unruhe, ob die verfassungsmäßige Ordnung, in deren Kern die Gewaltenteilung steht, die Stürme der kommenden (wie schon der aktuellen) Zeit überstehen wird.
In Israel zeigt sich gerade eine neue Drehung in der politischen Spirale, wenn der Chef des (resp. eines) Geheimdienstes ein explosives Memorandum an den Oberste Gerichtshof richtet.
… „No citadel has fallen,“ former Supreme Court President Esther Hayut said during the court hearings that ultimately produced an 11-0 ruling authorizing someone charged with serious crimes to serve as prime minister. Since then, Israelis have seen the fortress in the process of being brought down on its inhabitants‘ heads. The court must prevent Netanyahu from getting rid of someone who is trying to prevent him from finishing the job.
Pessach geht zu Ende, heute ist Karfreitag. Es geht um Befreiung, um den Weg zu einem neuen Leben, dazu gehört auch ein wahrhaftige Blick auf das, was geschieht – Zwei aktuelle Beiträge dazu in deutschen Medien.
Ein Beitrag von Jan-Christoph Kitzler auf der Seite des Deutschlandfunks
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Offener Brief: Ende des Militäreinsatzes
Interview bei Deutschlandfunk Kultur: Autor Ofer Waldman hofft auf Signalwirkung von Protest | Mehr dazu: Wenig Wirkung vor Ort
Ein Bericht von Jan-Christoph Kitzler (ARD Tel Aviv) auf tagesschau.de –
‚eine laute Minderheit, um Anarchisten, die von ausländischen Nichtregierungsorganisationen unterstützt würden‘, so der israelsiche Ministerpräsident, einfache Antworten auf komplexe Situationen, das macht ja weltweit Schule ….
„Israels Armee ist auf ihre Reservisten angewiesen, und seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 hat sich gezeigt, wie wichtig sie sind. Frauen und Männer können in Israel nach Ihrem Militärdienst noch bis zum 40. Lebensjahr zum Reservedienst eingezogen werden, Offiziere auch darüber hinaus. Fast 300.000 Reservisten wurden nach dem 7. Oktober nach Angaben der Armee eingezogen, viele über Monate, auch mehrfach.
Doch inzwischen wird die Weigerung vieler Reservisten, in den Krieg zu ziehen, zum Problem. Die genauen Zahlen sind unter Verschluss – doch israelische Medien berichten über die größte Verweigerungswelle seit Jahrzehnten.
Von mehr als 100.000 Verweigerern ist die Rede. Überprüfen lässt sich das nicht. Was man weiß, ist, dass einige Soldaten Briefe veröffentlicht haben – darunter Reservisten der Luftwaffe, der Marine und von Spezialeinheiten der Aufklärung. … „