Auf der Plattform quantara.de, die sich in diesen Tagen von der Deutschen Welle zur ifa, dem Institut für Auslandbeziehungen, verabschiedet – zum Schluß ein spannender Beitrag von Stefan Buchen über (die) Entwicklungen im jüdisch-national-religiösen Bereich:
Diskussion mit Moshe Zimmermann, Angelika Timm und Gil Shohat
Analog in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A 10243 Berlin
02. Juli 2024, 19:00 – 21:00 Uhr oder digital im Livestream – anmeldung erfoderlich
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nimmt den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zum Ausgangspunkt, um in seinem neuen Buch eine kritische Bilanz des israelisch-palästinensischen Konflikts und der Geschichte des Staates Israel zu ziehen. Er zeigt historische Linien auf und hinterfragt Optionen für ein künftiges Miteinander jüdischer und palästinensischer Bürgerinnen und Bürger.
Sein Fazit ist sowohl pessimistisch als auch konstruktiv; es sieht nicht nur die regionalen Akteure, sondern auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, um dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt zu entfliehen.
Angelika Timm, erste Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel, diskutiert mit Moshe Zimmermann über dessen Buch «Niemals Frieden? Israel am Scheideweg». An dem Gespräch beteiligt sich, zugeschaltet aus Tel Aviv, auch Gil Shohat, der gegenwärtige Büroleiter der RLS in Israel.
Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte geben Sie bei der Anmeldungim Bemerkungsfeld an, ob die Teilnahme vor Ort oder digital gewünscht ist.
Der Gründer von Holy Land Trust und palästinensische Friedensaktivist Sami Awad im Gespräch mit Sonja Howard „about Germany’s role in the conflict“ and about „more understanding between our deeply intertwined countries“.
Das „Enviroment programme“ der Vereinten Nation (UNEP) hat einen ersten, vorläufigen Bericht über die Lage im Gazastreifen vorgelegt, hier das PDF des Gesamtberichtes.
Fania Oz-Salzberger, em. Professorin der Universität Haifa (und Tochter von Amos Oz), zitiert in ihrem Beitrag für das jpg-journal ihren Vater:
„Ich bin weder für Israel noch für Palästina“, pflegte mein Vater zu sagen. „Ich bin für Frieden.“ Doch solange die Gemäßigten schwach bleiben, wird es einen Frieden der Gemäßigten nicht geben.
Das Rossing Center for Education and Dialogue auf dem Zion hat in seinem Jahresbericht 2023 den Fokus auf „the disturbing rise in hostilities towards Christians in Israel and East Jerusalem in 2023“ gelegt.
Bis in die Schlußerklärung des G7 Gipfels hat es der Appell „Call to Action“ geschafft, jetzt gilt es der Politik!
„We affirm our commitment to working together – and with other international partners – to closely coordinate and institutionalize our support for civil society peacebuilding efforts, ensuring that they are part of a larger strategy to build the foundation necessary for a negotiated and lasting Israeli-Palestinian peace.“
ALLMEP has spent the last month leading a global coalition united in calling for this new approach from the G7. 37 UK Parliamentarians, 22 Members of the European Parliament, and His Holiness Pope Francis – who attended the summit today– all added their support to the campaign, standing in solidarity with the ALLMEP community and recognizing the critical role that grassroots organizations have to play in any long term, sustainable peace process. The letter was signed by more than 160 Israeli and Palestinian peacebuilding NGOs, and over 200 civil society organizations from around the world, including from places like Northern Ireland, South Africa, Colombia, and Kashmir, where communities know only too well the pain of entrenched conflict and the importance of civil society in breaking cycles of violence and injustice.
Hier noch einmal der Call to Action from Over 350 Organizations to the G7, den auch der diAk unterschrieben hat.
Zum Thema auch ein Beitrag im britischen Prospect-Magazin:
In Le Monde Diplomatique begibt sich Charlotte Wiedemann auf die Suche, auf die Suche nach Einem Land für alle, nach Lebensrealitäten und Erinnerungen, nach inklusiven Narrationen, nach wechselseitigem Respekt für die Traumata, die auf beiden Seiten so prägend sind: Shoa und Nakba – das war schon vor dem 7. Oktober und diesem Gaza-Krieg schwierig, jetzt erst recht und doch noch nötiger als je.
Eine ganze andere Sicht, als sie gemeinhin hierzulande vertreten wird und die viel Anlaß zur Debatte geben kann: Auf der Plattform Mondoweis schreibt Marilyn Garson über den ersten gemeinsamen Kongreß des Netzes in London im Juni 2024.
„The International Jewish Collective for Justice in Palestine began in opposition to the IHRA antisemitism definition and is now a worldwide network of organizations from 16 countries working as partners with Palestinians in pursuit of justice.
Hier das „Mission-Statement“
Mission Statement of the IJCJP
„We are Jews from diverse countries, part of local, national, international networks and organizations. We are connected by our involvement in the struggle for Palestinian rights, and by our determination to work for justice. We oppose Zionism and all forms of racism. We came together to share our experiences of the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) Working Definition of Antisemitism. Although it claims to protect Jews, the IHRA Working Definition is in fact being used to shield Israel from valid political challenge, silence Palestinians, and suppress any mention of Palestinian rights. The IHRA’s weaponization of antisemitism sets a dangerous precedent for limiting speech on many issues. We take this as our immediate priority, but it is only a starting point for our collective commitment to build a more just world.“
Fathi Nimer schreibt auf der Seite von Al-Shabaka -The Palestinian Policy Network über palästinensische Politik und Politik mit den Palästinenser:innen – eine scharfe und gänzlich andere Sicht der Dinge, als im Beitrag I zum Thema.