Überwindung des Urtraumas?

Drei Vorschläge für Israel und Palästina – von Aleida Assmann
Ein sehr lesenswerter und nachdenkenswerter Beitrag in der FR vom 08. April 2025

„Nach einem kurzen Waffenstillstand droht im Gaza-Krieg wieder der Status quo, dessen Dynamik Kardinal Pizzaballa von Jerusalem bereits nach dem ersten Jahr sehr klar beschrieben hat: „Die beiden Gesellschaften sind traumatisiert. Die israelische Gesellschaft hat den 7. Oktober als eine kleine Shoah erlebt. Und für die palästinensische Gesellschaft ist der Krieg in Gaza eine neue Nakba.“ Mit anderen Worten: beide Kriegsparteien sind gefangen im ewigen Kreislauf ihres Urtraumas – der Vertreibung bei den Palästinensern auf der einen Seite, und der Holocaust auf der anderen Seite. …“

„Einzig die Palästinenser können den israelischen Juden diese Legitimität und Normalisierung auf eine Weise verschaffen, die wirklich tiefgehend und bedeutsam wäre. Das aber würde die Verwirklichung ihrer eigenen nationalen Rechte voraussetzen.“ Es hat sich inzwischen deutlich gezeigt, dass der Wunsch nach Sicherheit-ohne-Legitimität hochgefährlich ist, weil er in die Eskalation führt. Die Lösung des Problems beruht für Bashir auf dem einfachen Prinzip der Gegenseitigkeit: Die Legitimität, die die Palästinenser den Israelis geben können, ist genau das, was sie sich von ihnen wünschen.“

Hier der ganze Text aus der FR


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