Mit Künstlicher Intelligenz gegen Haßkriminalität im Internet

Forscher der TU Berlin entwickeln ethische Anforderungen für den Einsatz von KI-Modellen in Polizeibehörden

Im Rahmen des Forschungsprojekts KISTRA – Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Früherkennung von Straftaten hat die Technische Universität Berlin gemeinsam mit Verbundpartner:innen neue Erkenntnisse zur Anwendung von KI-gestützten Lösungen in der Strafverfolgung gewonnen. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts war es, KI-Modelle zu entwickeln, die Polizeibehörden dabei unterstützen, strafrechtlich relevante Haßrede wie Volksverhetzung in großen Datenmengen effizienter zu identifizieren.

Mehr über das Projekt in einem ausführlichen Interview mit Dr. Robert Pelzer und Michael Hahne.

Die Ergebnisse des Projekts tragen zur aktuellen Diskussion um den Einsatz von KI im sicherheitsbehördlichen Kontext bei und bieten wertvolle Ansätze für eine ethisch und rechtlich einwandfreie Implementierung solcher Systeme. „Zukünftige Herausforderungen bestehen vor allem in der Schaffung der notwendigen Infrastruktur und der Sicherstellung der Qualität der eingesetzten KI-Modelle“, betont Robert Pelzer, Projektleiter an der TU Berlin.

Die Forschungspartner:innen haben KI-Modelle trainiert, die Beiträge aus Online-Plattformen nach potenziell strafrechtlich relevanten Äußerungen durchsuchen und diese vorsortieren. So können Strafverfolgungsbehörden schneller und gezielter Maßnahmen ergreifen. Das System ermöglicht es den Behörden, die manuelle Vorauswahl großer Datenmengen zu umgehen und sich direkt auf die strafrechtliche Einzelfallbetrachtung zu konzentrieren. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis und erhöht die Effizienz bei der Verfolgung von Straftaten.

Die gesamte Pressemitteilung abrufbar unter: https://idw-online.de/de/news839038



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