Bildungsportal NS-Zwangsarbeit

Das digitale „Bildungsportal NS-Zwangsarbeit“ bündelt historische Informationen und pädagogische Materialien. Es entstand aus der Zusammenarbeit von 19 Lern- und Erinnerungsorten – darunter auch das entstehende Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, Weimar. Die Gesamtkoordination des Projektes liegt beim Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.

Das Portal wird am 22. Juni 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt. Aus diesem Anlaß diskutieren Expert:innen über gegenwartsrelevante Bildungsarbeit zur NS-Zwangsarbeit – Live am 22. Juni 2023 um 19 Uhr im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, die Veranstaltung wird digital übertragen über den YouTube-Kanal des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit.

Emanuel Tov ist zweiter Baron-Preisträger

Für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Erforschung der Hebräischen Bibel und zentraler Texte des Judentums

Seit 2020 vergeben die Knapp Family Foundation und die Universität Wien gemeinsam alle zwei Jahre den Salo W. und Jeannette M. Baron Preis für wissenschaftliche Exzellenz in der Erforschung des Judentums. 2023 geht der Preis an Emanuel Tov. emeritierter Professor an der Hebräischen Universität in West-Jerusalem.


Der Salo W. and Jeannette M. Baron Award wird alle zwei Jahre an anerkannte Wissenschafter*innen für ein besonders herausragendes Buch oder ihr Lebenswerk vergeben. Mit dem Baron Award werden die Errungenschaften und das Erbe von Salo Wittmayer Baron gewürdigt, der als „der größte jüdische Historiker des 20. Jahrhunderts“ gilt. Seine Forschungen umfassen über Jahrhunderte hinweg Europa, Nordafrika, Amerika und den Nahen Osten. 2023 geht der Preis an Emanuel Tov, emeritierter Professor an der Hebräischen Universität. Zwei Jungwissenschafter*innen werden weiters für ihre individuellen Arbeiten von höchstem wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet.

Über Salo Wittmayer Baron

Baron wurde am 26. Mai 1895 in Tarnów in Galizien geboren, das damals Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war. 1920 erhielt er seine rabbinische Ordination vom Jüdischen Theologischen Seminar in Wien und mehrere Promotionen von der Universität Wien. Im Januar 1930 wurde Baron zum Nathan L. Miller-Professor für jüdische Geschichte, Literatur und Institutionen an der Columbia University ernannt. Diese Professur war die erste ihrer Art überhaupt. An der Columbia University lernte Baron auch seine Frau Jeannette Meisel kennen, die seine Vertraute, Lebensgefährtin und wissenschaftliche Mitarbeiterin wurde.

Baron beherrschte über zwanzig Sprachen. Seine wichtigste Errungenschaft war seine achtzehnbändige „Sozial- und Religionsgeschichte der Juden“ (2. Aufl. 1952 – 1983). Baron betrachtete es als seine Lebensaufgabe das sogenannte „tränenreiche Konzept“ der jüdischen Geschichtsschreibung neu zu bewerten. Sein Anliegen war es, die Erfolge des Judentums und seinen Überlebenswillen in die Darstellung der jüdischen Geschichte einzubinden. Genauso wie „Leiden Teil des Schicksals“ des jüdischen Volkes ist, „ist es auch wiederkehrende Freude und ultimative Erlösung.“ Baron hat eine differenziertere Wahrnehmung des jüdischen Volkes in die Wissenschaft eingebracht, die über die Opferrolle des Judentums weit hinausging. Seine Arbeit war und ist daher jenseits der Welt der Wissenschaft von großer Bedeutung, da sie die Grundlage dafür bildet, wie sich Juden und Jüdinnen in Israel und weltweit selbst wahrnehmen und von anderen wahrgenommen werden.

Über Emanuel Tov

Der diesjährige Preisträger ist Emanuel Tov. Emanuel Tov emigrierte in jungen Jahren nach Israel. 1973 promovierte er an der Hebräischen Universität mit einer Arbeit über die Übersetzung des Jeremiabuchs in der Septuaginta. Seit 1986 war er Professor an der Hebräischen Universität, seit 1990 als J.L. Magnes Professor für Hebräische Bibel, seit 2009 ist Tov emeritiert. Darüber hinaus ist er seit 1990 Hauptherausgeber der Textfunde vom Toten Meer. Neben seiner Lehrtätigkeit in West-Jerusalem ist Tov auch an zahlreichen hochrangigen Universitäten in der Welt tätig gewesen, unter anderem an der Harvard University und Oxford University. Tov ist Mitglied der British Academy und hat viele renommierte Wissenschaftspreise erhalten, so etwa den Humboldt-Preis und den Emet Prize for Biblical Research des israelischen Premierministers.

Tovs Forschung konzentriert sich auf die Hebräische Bibel als zentralen Text des Judentums und ihre Geschichte. Sein Buch „Textual Criticism of the Hebrew Bible“ zählt zu den Standardwerken der Judaistik. Dank Tov’s Forschungen verstehen wir die Geschichte, wie der Text der Bibel entstand, völlig neu. In der Erforschung der Schriftrollen vom Toten Meer, insbesondere aus Qumran, ist Tov federführend. Die Welt verdankt es Emanuel Tov, dass heute alle am Toten Meer gefundenen Texte ediert und veröffentlicht sind. Unter seiner Leitung des Dead Sea Scrolls Publication Projects erschienen zwischen 1992 und 2010 mehr als 30 der insgesamt 40 Bände in der Reihe Discoveries in the Judean Desert. Wie Salo W. Baron ist Emanuel Tov einer der wenigen Wissenschafter*innen, die nicht nur durch ihre Forschungen ein ganzes Wissenschaftsfeld neu aufgestellt, sondern auch in der Organisation der Wissenschaft Meilensteine gesetzt haben.

Weitere Infos: https://baronawards.univie.ac.at/award-ceremonies/

Internationales Literaturfestival Leukerbad

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Vom 23. bis 25. Juni 2023 findet in der Schweiz, im Wallis, das Internationale Literaturfestival Leukerbad statt: Unter den Mitwirkenden sind auch Chaza Charafeddine („Beirut für wilde Mädchen“) und Stefan Weidner („1001 Buch. Die Literaturen des Orients“) mit ihren in der Edition Converso erschienenen Büchern.


Hier die Festivalseite und ein Überblick über die Veranstaltungen mit Chaza Charafeddine und Stefan Weidner.

Im Netz gefunden …

Nicht B-A-C-H, sondern … manchmal klingen ja die Kleinigkeiten besonders laut

Hier der Screenshot, verwiesen wird auf die Zeitschrift Ansätze der ESG-Deutschland, der (noch?) nicht online verfügbar ist … entnommen dem Sonntags-Mailing vom online-Portal Die Eule, in der Selbstbeschreibung: „Nachrichten und Meinungen zu Kirche, Politik und Kultur, immer mit einem kritischen Blick aufgeschrieben für eine neue Generation„.

56 Jahre Besatzung

A JOINT SITUATION REPORT
THE PLATFORM – ISRAELI NGOS FOR HUMAN RIGHTS

State of the Occupation:
New Report from 17 Israeli NGOs

Hier die Organisationen, die daran beteiligt waren, eine Ehrentafel Israels:

Association for Civil Rights in Israel;
Bimkom – Planners for Planning Rights;
Breaking the Silence;
HaMoked: Center for the Defence of the Individual;
Combatants for Peace;
Emek Shaveh;
Gisha – Legal Center for Freedom of Movement;
Human Rights Defenders Fund;
Ir Amim;
Parents Against Child Detention;
Peace Now;
Physicians for Human Rights Israel;
Rabbis for Human Rights;
The Public Committee Against Torture in Israel;
Torah of Justice;
Yesh Din;
Zazim – Community Action.

LiBeraturpreis 2023 für Adania Shibli

Die palästinensische Autorin Adania Shibli erhält für ihren Roman Eine Nebensache den LiBeraturpreis 2023. Die deutsche Übersetzung von Günther Orth ist im Berenberg Verlag erschienen. Der Preis wird seit 1987 an deutschsprachige Bücher von Schriftsteller*innen aus dem globalen Süden verliehen.

„Gleichsam präzise und behutsam entwirft die palästinensische Autorin Adania Shibli ein formal wie sprachlich streng durchkomponiertes Kunstwerk, das von der Wirkmacht von Grenzen erzählt und davon, was gewalttätige Konflikte mit und aus Menschen machen. Mit großer Wachsamkeit richtet sie ihren Blick dabei auf die kleinen Details, die Nebensächlichkeiten, die es uns erlauben, die alten Wunden und Narben zu erblicken, die hinter der Oberfläche liegen“, heißt es in der Jurybegründung.

Historikerstreit 2.0

Thomas Pegelow Kaplan (Department of History, Program in Jewish Studies, University of Colorado Boulder) in einer ausführlichen <a href="http://Thomas Pegelow Kaplan: Rezension zu: Neiman, Susan; Wildt, Michael (Hrsg.): Historiker streiten. Gewalt und Holocaust – die Debatte. Berlin 2022 , ISBN 978-3-549-10050-9, / Böckmann, Matthias; Gockel, Matthias; Kößler, Reinhart; Melber, Henning (Hrsg.): Jenseits von Mbembe. Geschichte, Erinnerung, Solidarität. Berlin 2022 , ISBN 978-3-86331-677-8,, In: H-Soz-Kult, 15.06.2023, Besprechung auf dem Online-Portal H/Soz/Kult (Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften) über zwei wichtige Neuerscheinungen aus 2022 in der aktuellen deutschen Debatte.

Thomas Pegelow Kaplan: Rezension zu: Neiman, Susan; Wildt, Michael (Hrsg.): Historiker streiten. Gewalt und Holocaust – die Debatte. Berlin 2022 , ISBN 978-3-549-10050-9, / Böckmann, Matthias; Gockel, Matthias; Kößler, Reinhart; Melber, Henning (Hrsg.): Jenseits von Mbembe. Geschichte, Erinnerung, Solidarität. Berlin 2022 , ISBN 978-3-86331-677-8,, In: H-Soz-Kult, 15.06.2023, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-117616>.

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Eine arabische Stimme auf der Demo…

10. Juni 2023 | Dr. Thabet Abu Ras, co-Executive Director, The Abraham Initiatives, at the protest against the judicial overhaul

Die Aufzeichnung hat englische Untertitel sowie eine Übersetzung in Geärdensprache.

Facetten zur Geschichte des / eines christlichen Zionismus‘

Fathcom, in der Selbstbeschreibung: „for a deeper understanding of Israel and the region“, hat aktuell auf seiner Website als eBook zum freien Downlad bereitgestellt: Philip E. Steele: Birthing Zionism – Studies of 19th-century British Christian Zionists: George Eliot, Laurence Oliphant and Rev. William Hechler, interessant zu lesen und kulturgeschichtlich erhellend…

Hier noch einmal ein Fathom eBook aus dem Jahr 2020:

Fathom’s eBookRescuing Israeli-Palestinian Peace: The Fathom Essays 2016-2020, contains over60 articles, reports and interviews. The editors believe it is the most comprehensive collection of constructive and expert reflections on the peace process to date and will be invaluable to peacemakers and analysts alike.

diAk-online: 27. Juni 2023

Prof.em. Daniel Bar-Tal: What’s going on in Israel?

Von Daniel Bar-Tal ist gerade in der diAk-Schriftenreihe als Band 46 erschienen:

Unbekümmert in den Abgrund