Weihrauchstraße und Wüstenstädte im Negev

Zu finden in der ARD Mediathek


(An diesem Sonntag Gaudete schon ein kleiner Vorgeschmack, das Wort Vorduft kennt die deutsche Sprache ja nicht…)

Bei diesem Kulturdenkmal handelt es sich um die nabatäischen Wüstenstädte im Negev: Haluza, Mamshit, Avdat, Shivta. Früher lag dort das Reich der Nabatäer, Herrscher über die Handelswege, über die das kostbare Gut Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde.

Gemeinsamer Bericht: B’Tselem und Palestinian Centre for Human Rights

Unwilling and Unable:
Israel’s Whitewashed Investigations of the Great March of Return Protests

Mit zusätzlichem Material kann der Bericht hier heruntergeladen werden:

B’Tselem | PCHR

Zoom Konferenz: Art and Citizenship

Dar al-Kalima University cordially invites you to attend our 23rd International Conference entitled „Art and Citizenship“ Conference on Wednesday and Thursday, December 15th and 16th, 2021 from 10:00AM to 19:30PM via this zoom link; where you can choose between Arabic and English languages.

Simultaneously with the Conference – held in Bethlehem – and as part of the Conference, three sessions shall be held in Lebanon, Gaza, and Amman, according to the following schedule:
15.12.2021 In Amman in cooperation with the Royal Institute of Religious Studies
16.12.2021 In Gaza, at the headquarters of Dar Al-Kalima University.
16.12.2021 In Beirut: in cooperation with the Dar Al-Kalima Association for Arts and Culture.

Please note that all the times are based on Jerusalem time (GMT+2). 

To Check the Program, please click the link below:

https://www.daralkalima.edu.ps/uploads/files/Program%20in%20english.pdf


For more information or inquiries please contact: conference23@daralkalima.edu.ps

Re: Auswandern nach Deutschland?

Londons jüdische Gemeinde und der Brexit

Ein ungewöhnlicher Weg und in so mancher Familie eine schwer nachvollziehbare Entscheidung.

Zehntausende britische Juden haben deutsche Vorfahren, die sich in mit der Emigration auf die Insel vor den Nationalsozialisten retten konnten. Dementsprechend gespalten sind auch heute noch die Gefühle gegenüber Deutschland. Und doch beantragen infolge des Brexits nun tausende von ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die gebürtige Britin Pippa Goldschmidt nahm vor kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit an und zog nach Frankfurt am Main. Zum Unmut vieler Freunde und Familienmitglieder. Denn Pippa ist die Enkelin eines geflüchteten deutschen Juden. Obwohl ihr Großvater Ernst Goldschmidt im Ersten Weltkrieg für Deutschland in den Schützengräben an der Somme kämpfte, mußte er Jahre später in seiner Heimat um sein Leben fürchten. Zuflucht vor den Nazis fand er in Großbritannien.

Heute sichert Deutschland den Nachfahren geflüchteter Juden das Recht auf die deutsche Staatsangehörigkeit zu. Gab es vor dem Brexit-Referendum etwa 40 solcher Anträge pro Jahr, wuchs ihre Zahl mittlerweile auf über 1.500 an. Pippa Goldschmidt verließ Anfang 2020 London, um sich in Deutschland auf die Spuren ihres Großvaters zu begeben.

Auch Janet Lew hat für sich und ihre Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt. Während Tochter Annie und Sohn Saul nach dem Brexit die Vorteile eines EU-Passes sehen, ist das Thema für Janets Mutter Eva ein überaus emotionales. Eva ist gebürtige Berlinerin und entkam dem NS-Regime durch ihre Flucht nach England. Der deutschen Kultur ist sie nach wie vor stark verbunden: Auch heute noch bewahrt sie beispielsweise deutsche Kuchenrezepte auf. Weil die deutsche Kultur zu Hause immer lebendig war, fühlt sich Tochter Janet Deutschland näher als Großbritannien. Dennoch kann ihre Mutter Eva nicht verstehen, daß ihre Tochter und ihre Enkel wieder deutsche Staatsbürger werden wollen.

„Re:“ über einen generationenübergreifenden Identitätskonflikt -Eine Dokumentation in arte tv abrufbar bis zum 02. September 2022

Frieder Wolf-Buchert (1955-2021) – r.i.p.

Langjähriger Abteilungsleiter für internationale Angelegenheiten der Stadt Köln ist am 30. N ovember gestorben.

Frieder Wolf, viele Jahre Mitglied des diAk, verkörperte mit seiner Arbeit ein wesentliches Prinzip unseres Engagements: Deutschland-Israel-Palästina | zusammen denken.

So erklärte die Kölner Oberbürgermeisterin Reker: „Sein besonderer Einsatz für die Städtepartnerschaften Bethlehem und Tel Aviv-Yafo habe dabei für ihn eine besondere Rolle gespielt. Seine Aufgaben waren ihm zugleich Berufung – so wirkte es auf mich. Mit Kompetenz und Leidenschaft setze er sich für Menschenrechtsfragen und Entwicklungspolitik auf kommunaler Ebene ein.”

Sich für die Beziehungen nach Bethlehem und nach Tel Aviv zu engagieren, war für ihn kein Widerspruch, sondern Teil seines bürgerschaftlichen Handelns über alle Grenzen hinweg.

Am 10. Dezember wird er in der Pfalz beerdigt.

Kölner Stadtanzeiger | Traueranzeigen | Palästinensische Mission

Zeitzeugen im Gespräch

Der ehemalige israelische Diplomat Avi Primor

Eine Sendung des Deutschlandfunks vom 25. November 2021 | Link: Deutschlandfunk

„Die Nahost-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist aus Sicht des früheren israelischen Botschafters in Deutschland, Avi Primor, stark von ihrer DDR-Vergangenheit geprägt gewesen. Merkel habe ihm erklärt, daß sie sich nie gegen israelische Interessen wenden würde, sagte Primor im Deutschlandfunk. Zentraler Grund dafür neben der Shoa sei ihre Erfahrung in der DDR gewesen. Die Regierung in Ost-Berlin habe nicht nur Propaganda gegen Israel geführt, so Primor. Sie habe palästinensischen Terror unterstützt und Terroristen ausgebildet. Dies habe Merkel weder vergessen noch verziehen.“

Am Fest des Nikolaus von Myra

…. schon an Christtag denken!

Wir tragen Deinen Namen nach Bethlehem
Christtagsaktion der Benediktiner auf dem Jerusalemer Zionsberg (Dormitio)

Im Aufruf der Benediktiner heißt es:

Weihnachten im Heiligen Land feiern zu dürfen, das ist ein Geschenk. Nicht nur für unsere Mönchsgemeinschaft, sondern auch für die, die einmal mit uns die Feiertage hier begehen. – Und so wurde es für uns im Laufe der Jahre nicht nur ein Geschenk, sondern eine schöne Aufgabe. Denn viele Menschen wissen, daß wir uns nach dem Mitternachtsgottesdienst in der Dormitio-Basilika zu Fuß auf den Weg nach Bethlehem machen wie damals die Hirten. Auf diesem nächtlichen Pilgerweg hat jeder und jede, der:die mitgeht, stets auch Menschen und Gebetsanliegen im Herzen und im Sinn. Menschen, für die er:sie in dieser besonderen Nacht und an diesem besonderen Ort in den Grotten Bethlehems beten möchte.

Wir haben dieser Erfahrung im Laufe der Jahre eine gewisse Struktur gegeben und sammeln nunmehr die Namen der Menschen, die im nicht nur übertragenen Sinne mit uns nach Bethlehem gehen, auf einer Schriftrolle. Die Überschrift, unter der unsere Weihnachtsaktion steht, lautet daher:

„Ich trage Deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem“

(Und mit dem Namenseintrag läßt sich auch leicht ein ‚gutes Werk‘ verbinden…)

Glaubensinsel auf dem Sinai

Aus der ARD-Mediathek zum 2. Advent

„Die Begebenheit, die im Alten Testament erzählt wird, gehört zu den Grundlagen des christlichen Glaubens und Welt-Philosophie. Moses erhielt, so die Legende, die zehn Gebote. Seitdem gehört der Berg Sinai, der Berg Moses, Djebel Mosa, zu den heiligsten Stätten der christlichen Glaubenswelt. An seinem Fuß liegt das Kloster St Katherina, ein griechisch-orthodoxes Zentrum, das seit dem 6. Jahrhundert besteht. Mohammed, arabische Kalifen, türkische Sultane und Napoleon, die ägyptischen Könige und die heutigen Staatspräsidenten, alle stellen das Kloster unter ihren Schutz und bewahren es so vor Plünderung und Zerstörung.“

Abhängig vom Zugang zum israelischen Arbeitsmarkt

Seit 1967 sind Palästinenserinnen und Palästinenser aus den besetzten Gebieten Westjordanland und Gazastreifen bei der Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten auf den Arbeitsmarkt in Israel angewiesen. Gegenwärtig sind offiziell ca. 80.000 Menschen aus den besetzten Gebieten in Unternehmen in Israel tätig. Mit dem angekündigten Ziel, das Anwerbe- und Genehmigungssystem öffentlich zu kontrollieren und illegale Zahlungen für die Vermittler zu unterbinden, hatte die israelische Regierung eine Reform des Systems beschlossen.

Nach Einführung der Reformmaßnahmen legt die israelische NGO Kav La-Oved nun einen weiteren Bericht zur Beschäftigung palästinensischer Arbeiterinnen und Arbeiter in Israel vor.

„Historically, the entry of Palestinian workers lowered employment costs in the agriculture and construction sectors. Subsequently, following the first intifada and the frequent closures in the early 1990s, as well as lobbying on the part of employers and manpower companies, significant numbers of permits were issued to recruit migrant workers to these sectors….
Kav LaOved is the leading organization in Israel working to protect the rights of non-Israeli workers, and, as such, has taken an active part in ushering in significant changes in the employment conditions of Palestinian workers in recent years. This report is based on our collaborative work with Palestinian workers. It reviews developments that have taken place in recent years in a number of significant areas and describes developments that have taken place since the previous report, “Occupation of Labor,” which was published in November 2018.”

Situation Report:

Developments and Reform in the Employment Conditions of Palestinians in Israel



			

Israel und Rußland

30 Jahre seit dem Neubeginn der diplomatischen Beziehungen

Anläßlich der (letzten) dreißig Jahre der diplomatischen Beziehungen zwischen Rußland und Israel führt das israelische Institut für Strategische Studien in Tel Aviv (INSS) am 8. und 9. Dezember 2021 eine öffentliche Konferenz durch. Teilnehmende sind neben internationalen Diplomat:innen auch Mitarbeiter:innen des Instituts. Nach Anmeldung können sich Interessierte im Zoom zuschalten.

Registrierung – [Donnerstags findet die Konferenz auf Englisch statt, mittwochs auf Hebräisch]

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In diesem Zusammenhang sei auch auf einen Artikel in der Modern Diplomacy verwiesen, in der das Verhältnis der Sowjetunion und Rußlands zu Israel betrachtet wird.

Auf Qantara findet sich aktuell eine Analyse von Markus Bickel: Russland und Israel im Syrien-Konflikt Irans Einfluss begrenzen – Russland und Israel verfolgen in Syrien gemeinsame Interessen: Sie wollen der iranischen Expansionspolitik Grenzen setzen.