Abu Alkheir, Dima Saleh Jamil, Hager Ali, André Bank, Ardahan Özkan Gedikli, Houssein Al Malla, Diba Mirzaei, Elianne Shewring, Hakkı Taş, und Eckart Woertz (2026), Ten Things to Watch in the Middle East and North Africa in 2026, GIGA Focus Nahost, 1, Hamburg: German Institute for Global and Area Studies (GIGA), https://doi.org/10.57671/gfme-26012
Fachkonferenz zur deutschen Berichterstattung über Israel, Gaza und die Westbank
Berlin. Wie berichten wir in Deutschland über Israel–Palästina – und unter welchen Bedingungen? Und was bedeutet das für die Menschen, über die wird berichten? Der öffentliche Diskurs ist hoch polarisiert und von einem Klima der Verunsicherung geprägt. In diesem Spannungsfeld geraten zentrale journalistische Prinzipien zunehmend unter Druck: Kontextualisierung, Ausgewogenheit und die Einordnung politischer, historischer und menschenrechtlicher Zusammenhänge.
Bereits lange vor dem 7. Oktober 2023 lässt sich beobachten, daß die Berichterstattung in Deutschland, im Vergleich zur internationalen Medienlandschaft, häufig verengt bleibt. Zugleich stehen Korrespondent:innen unter wachsendem Erwartungs- und Rechtfertigungsdruck. Besonders betroffen sind freie Journalist:innen sowie Kolleginnen mit arabischer, muslimischer oder palästinensischer Biographie, die bei kritischen Einordnungen der Berichterstattung häufig keine institutionelle Rückendeckung erfahren und sich innerhalb des Berufsstands zunehmend marginalisiert fühlen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das neu gegründete NETZWERK KRITISCHER JOURNALISMUS am 17. Januar 2026 in Berlin eine ganztägige Konferenz zur kritischen Reflexion der deutschen Medienberichterstattung zum Gaza-Krieg und der umliegenden Region. Die Initiative reagiert damit auf ein zunehmend repressives Klima in deutschen Redaktionen. In Panels, Vorträgen und Fishbowl-Formaten widmet sich die Konferenz der Frage, welche journalistischen Standards in der aktuellen Berichterstattung unter Druck geraten, wie der Diskurs in Deutschland strukturiert ist und welche Rolle Medien, politische Rahmungen und die Berlin, 19. Dezember 2026 deutsche Staatsräson dabei spielen. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Journalist:innen Handlungsspielräume zurückgewinnen, sich besser vernetzen und den öffentlichen Diskurs aktiv mitgestalten können.
Panelist:innen/ Gäste: Alena Jabarine, Kristin Helberg, Tomer Dotan-Dreyfus, Pauline Jäckels, Daniel Bax, Alexander Schwarz (ECCHR) u.v.m.
Neben der Analyse öffentlicher Narrative bietet die Konferenz Einblicke in die Arbeit der Rundfunkräte sowie in die internationale Berichterstattung aus Gaza, der Westbank und der Region. Palästinensische Journalist:innen sowie Kolleg:innen aus Deutschland berichten über ihre Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre, über berufliche Konsequenzen, Selbstzensur und den Umgang mit Repressionen in Redaktionen.
Wer wir sind Das NETZWERK KRITISCHER JOURNALISMUS ist eine Initiative von Journalistinnen, die für deutsche Medienhäuser zu Israel–Palästina arbeiten und sich für Pressefreiheit und die Einhaltung journalistischer Standards einsetzen. Mit der Fachkonferenz wollen wir einen Safer & Braver Space für Austausch, Solidarität, Wissensweitergabe und kollektive Stärkung schaffen. Die Veranstaltung wird von freien und festangestellten Journalistinnen unabhängig finanziert und gestaltet – von Medienschaffenden, die sich in ihrer täglichen Arbeit den Prinzipien des Völkerrechts, der Menschenrechte und journalistischer Sorgfalt verpflichtet sehen.
Berlin, 19. Dezember 2026 Ort: Projektraum im Flutgraben e.V. | Am Flutgraben 3 | 12 435 Berlin Sprache: Deutsch / Englisch Zielgruppe: Journalistinnen, Publizistinnen, Medienschaffende, Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen etc. Tickets:
Moshe Zimmermann im FR-Gespräch mit Michael Hesse über „die Relativierung des Holocaust durch die Diskussionen um einen Genozid durch Israel und das Verständnis dessen, was Antisemitismus ist“
Veranstaltung der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig – 22./23. Januar 2026
Die Tagung „Subversive Klänge“ widmet sich historischen und zeitgenössischen Beispielen musikalischen Protests und zeigt, wie Klang zum Medium politischer Artikulation werden kann. An zwei Tagen präsentieren die Vortragenden ihre aktuellen Arbeiten zu musikalischen Strategien des Widerstands: von szenischer Kammermusik in der DDR über Free Jazz, Punk und New Wave, kirchenmusikalische Praktiken im Sozialismus bis hin zu jüdischer Musik im Stalinismus, Umgehung von politischer Zensur im 19. Jahrhundert oder widerständigen Kompositionen im „Dritten Reich“ und im Exil. Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Musik, Politik und Zeitgeschichte.
Eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, des Deutschen Musikarchivs und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.
Organisation: Linus Hartmann-Enke, Stefan Keym und Ruprecht Langer
Eva Schloss (* 11. Mai 1929 als Eva Geiringer in Wien; † 3. Januar 2026 in London) war eine Überlebende der Shoa und wurde durch die spätere Ehe ihrer Mutter mit Otto Frank, dem Vater Anne Franks, als deren Stiefschwester benannt.
Eva Schloss wuchs unter dem Namen Eva Geiringer in einer großbürgerlichen, von ihr als glücklich-harmonisch beschriebenen Familie in Wien auf. Ihre Eltern müssen ein aufsehenerregendes Paar gewesen sein, der Vater war ein Energiebündel und Fitnessfanatiker. Die jüdische Religion spielte wie in vielen anderen Familien eine eher untergeordnete Rolle, aber der Sabbat wurde jeden Freitagabend mit dem Anzünden von Kerzen gefeiert. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme entschlossen sich die Eltern, im Süden der Niederlande eine Schuhfabrik aufzubauen; Eva und ihre Mutter flüchteten im Juni 1938. Im ersten Jahr der Flucht ging sie in Brüssel zur Schule, danach in Amsterdam. Anfangs verstand die Neunjährige kein Wort der fremden Sprache. Als die Deutschen im Mai 1940 Belgien und die Niederlande überfielen und die niederländischen Streitkräfte kapitulierten, saß die Familie plötzlich in der Falle. Die Lage wurde immer gefährlicher, Bruder Heinz hätte deportiert werden sollen, weswegen die Familie mithilfe des niederländischen Widerstandes im Sommer 1942 untertauchte. Ihr Bruder und Vater waren von Eva und ihrer Mutter getrennt versteckt. Ab und zu sahen sie sich; Eva Schloss beschreibt, wie sehr sie ihren drei Jahre älteren Bruder auch wegen seiner Feinfühligkeit und Kreativität mochte, er schrieb Gedichte, komponierte und malte Ölbilder. … (Weiterlesen | https://www.auschwitz.at)
Am ersten Dienstag im neuen Jahr, am 6. Januar 2026, wird unser nächster Gesprächsabend auf Zoom stattfinden. Zu Gast haben wir diesmal den Soziologen und Kulturwissenschaftler Dr. Dr. Peter Ullrich, Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung und Senior Researcher im Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin. Zuletzt erschien im Wallstein-Verlag der von ihm herausgegebene Sammelband „Was ist Antisemitismus?“. Im Januar wird er mit uns über Antisemitismus im deutschen Nahost-Diskurs und dessen politische Instrumentalisierung sprechen – insbesondere über das Phänomen des „autoritären Anti-Antisemitismus“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und dauert etwa eine Stunde.
3. Februar 2026 – Marina Klimchuk, freie Journalistin
Vergangene Veranstaltungen:
7. Oktober 2025 – Sally Azar (Jerusalem), Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land: Die Situation palästinensischer Christ*innen nach dem 7. Oktober 2023
4. November 2025 – Prof. Dr. Markus Dreßler (Leipzig), Religionswissenschaftler und Türkeiexperte: Türkische Perspektiven auf den Nahostkonflikt und die Antisemitismusdebatte
2. Dezember 2025 – Dr. Maya Rosenfeld (Jerusalem), Soziologin an der Hebräischen Universität in Jerusalem: The Anthropology of Occupation – The Case of Dheheishe Refugee Camp
Nach zahlreichen Regierungen und Organisationen hat auch VN-Generalsekretär António Guterres das von Israel verhängte Arbeitsverbot für internationale Hilfsorganisationen kritisiert. In einer Erklärung am Freitagabend verlangte Guterres die Rücknahme der Maßnahme. Nichtregierungsorganisationen seien für lebensrettende Arbeit in den Palästinensergebieten unverzichtbar. Er verwies auf Israels völkerrechtliche Verpflichtung, humanitäre Hilfe zu ermöglichen. (Bericht Radio Vatikan)
37 humanitäre Organisationen dürfen künftig nicht mehr im Gazastreifen und im Westjordanland tätig sein, falls sie sich weigern, die neuen israelischen Registrierungsauflagen zu erfüllen. Diese von Israel am Donnerstag bestätigte Maßnahme traf weltweit auf Kritik, auch das Lateinische Patriarchat von Jerusalem hat reagiert. Caritas Italien zeigte sich solidarisch mit der Schwestergesellschaft im Heiligen Land. (Bericht Radio Vatikan) – Zu den von Israel ausgeschlossenen Organisationen gehören unter anderem Ärzte ohne Grenzen, der Norwegische Flüchtlingsrat, Care International, Oxfam und ActionAid, aber auch Caritas Jerusalem.
Ein Projekt im Rahmen der Katholische Akademie Berlin . Berliner Oberstufenforum
Welcome to our Israel/Palestine Podcast – a project by graduating high school students from Berlin-Neukölln. Home to Germany’s largest Palestinian diaspora and a second home to many young Israelis. Israel and Palestine are painfully present, in our district and in our schools.
Zum Jahresausklang ein Hinweis auf ein längere Geschichte… voller „spirit“ für das Kommende.
Mit guten Wünschen für ein besseres 2026 und Dank für das Interesse am täglichen Blog des diAk.
Empfehlt uns / empfehlen Sie uns weiter – diAk-Vorstand
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„Ceasefire is a step in a journey of a thousand steps, but it is not peace. As I write, the last of the living hostages are reunited with their families while thousands of former prisoners are bussed from life sentences in sunless dungeons to the wreckage and rubble of Gaza. They, too, might reunite with their families—starved, emaciated, evicted, but breathing—all praise to God. I watched one former prisoner reunite with his young children whom he’d been tortured to believe were dead, and another rock back and forth on his knees with a bracelet he’d woven for his daughter clutched in his hands as he wailed, “My family is dead, my family is dead… my home, my children, everything is gone… my family is dead.”
Über die Herausgeber: At BitterSweet we look to tell stories of hope, of good at work in the world. And while Combatants for Peace is certainly that, we are also committed to telling counternarratives. As the story of a conquering „peace“ gains traction, trumpeted by those who personally stand to gain power, prestige, and payment, let the courage of activists such as Sulaiman and Avner, Rana and Eszter remind us not to look away. “Don’t talk about us without us,” Rana reminds us. “If you want to be part of the solution, you need to hear all the voices of people involved and affected by that conflict. And we need to be part of the discussion whether you agree or not. Everybody who lives here needs to be involved in the peace process.” „Peace“ is not dictated into being, but grown, a fragile seed planted in hope of a future safe enough for it to flourish. Thank you to Elie and Kai, Fatima and Ahmed, Koren and Orí, and the many courageous activists committed to true peace, to a more excellent way. – Avery Marks, Features Editor